Freitag, 12. Dezember 2014

Digital Out Of Home (DOOH)




Heute widmen wir uns einer sehr interessanten Thematik im digitalen Marketing. Dem DOOH oder auch Digital Out Of Home. Damit werden jegliche Formen von digitalen Anzeigen, welche sich ausserhalb der Wohnung der Konsumenten befinden, beschrieben. Also digitale Werbeanzeigen im öffentlichen Raum oder auch in öffentlichen Transportmitteln. DOOH ist ein expandierendes Medium, welches Werbetreibenden ermöglicht, alle Menschen ausserhalb ihrer eigenen vier Wände dynamisch anzusprechen. Gemäss neo advertising ergänzt dieses Medium die Medien zuhause (TV, Internet, Presse, etc.) am besten.

Aber wieso sollte sich ein Unternehmen für eine DOOH-Werbeaktion entscheiden? neo advertising erwähnt dazu folgende Vorteile:

  • Es optimiert den Erinnerungswert Ihrer TV- und Print-Kampagne
  • Es erreicht und begleitet die Menschen den ganzen Tag lang, von zuhause bis zum Point of Sales

Dadurch wird der Konsument durch die digitale Werbeaktion durch den Alltag begleitet und stets wieder darauf Aufmerksam gemacht, dass er eine gewisse Aktion ausführen soll. Durch diese Dynamik entsteht eine unvergleichbare Interaktivität. Ebenfalls können die Kampagnen in Echtzeit durch die Werbetreibenden angepasst werden, was zu einer zusätzlichen Flexibilität führt. 


 Auf der Website von Marketing.ch fanden wir ein Beispiel zu dieser aktuellen Thematik. In Zusammenarbeit mit der Stadt Winterthur und dem Unternehmen Stadtbus Winterthur konnte die APG am 29. Oktober 2014 in Winterthur erstmals acht digitale City Panels an hochfrequentierten Bushaltestellen installieren und diese in Betrieb nehmen. Dies sind völlig neu entwickelte Out of Home Medien in Full-HD-Qualität. Dadurch konnten in der Schweiz neue Massstäbe in Bezug auf qualitativ hochstehende, animierte Werbemöglichkeiten im urbanen Raum geschaffen werden. Zusätzlich zu den bereits Eingeführten ePanels für Rail, Shopping, Event und Mountain kann die APG nun mit den City ePanels digitale Flächen in allen Kommunikationsräumen anbieten.
Auf folgendem Video werden die City Panels vorgestellt:


In anderen europäischen Grossstädten ist diese Form der digitalen Werbung bereits weiter verbreitet. So nutzte der Fernsehsender Sky diese Form des digitalen Marketings für die Lancierung einer PR-Aktion zum Start der fünften Staffel der US-Fernsehserie „The Walking Dead“ wurde in der Wiener Josefstadt an einer Strassenbahnhaltestelle ein sogenannter „Scary Shelter“ eingerichtet. Auf derStandard.at wurde die Aktion vorgestellt. Von der Innenseite der Haltestelle war auf einem Bildschirm das dahinter stattfindende Verkehrsgeschehen in Echtzeit zu sehen, welches in unregelmässigen Abständen mit drei Horror-Sequenzen gemischt wurde. An der Haltestelle vorbeilaufende Menschen wurden sozusagen Teil der Installation, während sich auf der anderen Seite für die Wartenden blutige Motive und gutturale Schreie mit dem Videofeed überlagerten. Wir waren begeistert von dieser PR-Aktion und möchten dazu folgendes Video präsentieren:


Abschliessend möchten wir ein sehr interessantes Konzept einer Berner Firma präsentieren. Die Livesystems AG mit ihrem Angebot PassengerTV. Durch PassengerTV können in öffentlichen Verkehrsmitteln auf fix installierten Bildschirmen Werbebotschaften ausgestrahlt werden. 

 
Dazu möchten wir auch auf den Blog unserer Kommilitoninnen +Michèle Schneider und +Julia Andrea Graf („digitalesque“) verweisen, welche einen spannenden Beitrag zu diesem Thema verfasst haben.

Pascal Gafner & Daniel Gygax

Montag, 8. Dezember 2014

Das Internet der Dinge


 

Wir alle kennen und nutzen das Internet. Dabei handelt es sich um einen Verbund über welchen die Benutzer miteinander kommunizieren können und die angebotenen Services nutzen können. Es kann sich dabei um Informations- oder Mail-Services handeln, oder auch geschäftliche Aktivitäten wie E-Commerce sowie um den Austausch von Dateien oder die gemeinsame Nutzung von Ressourcen. Bei all diesen Funktionen steht stets der Mensch im Mittelpunkt, welcher eine Aktion ausführen muss um mit dem Internet zu kommunizieren.

Anders sieht es beim Internet der Dinge (Internet of Things IoT) aus. Gemäss diesem Konzept kommunizieren intelligente Dinge (Smart Objects) über das Internet miteinander. Der Fernsehsender 3sat hat dazu eine passende und einfache Definition erläutert: „"Internet der Dinge" bedeutet, dass selbst einfache Gegenstände unserer Welt mit dem Internet verbunden sind. Sie werden auf diese Weise zu interaktiven, intelligenten Gegenständen, die durch ihre Programmierbarkeit, ihr Speichervermögen, ihre Sensoren und ihre Kommunikationstechnik befähigt werden, online und autark Informationen auszutauschen, Aktionen auszulösen und sich wechselseitig zu steuern.“
 

Das Online-Lexikon ITWissen erklärt den Begriff noch vertiefter. Gemäss dem Lexikon ist der Begriff Dinge sehr weit gefasst und kann im Kontext mit Personen und Tieren stehen, mit Geräten und Maschinen, mit grossen und kleinen Produkten aus Warensortimenten, mit Kraftfahrzeugen, Hausgeräten, medizinischen Geräten, Computern, Sensoren, Anwendungen oder vielen anderen Objekten. Gemäss ITWissen ist jeder einzelne Gegenstand eines Internets der Dinge eindeutig durch eine Internetadresse gekennzeichnet und kann über das Internet angesprochen werden und mit angeschlossenen Informationssystemen interagieren.

Unter der URL www.internet-der-dinge.de werden weitere Möglichkeiten des Internets der Dinge beschrieben. Beispielsweise Kühlschränke, die selbstständig Milch und Butter einkaufen, wenn der Vorrat aufgebraucht ist. Waschmaschinen, die genau dann waschen, wenn der Strom gerade günstig ist oder auch Fleisch, das alle Daten über seine Herstellung und seine Lieferwege speichert. Das Ziel des Internet der Dinge ist gemäss der Onlineplattform, die virtuelle mit der realen Welt zu vereinen. Grundlage dafür ist die Entwicklung der RFID-Technologie, durch welche Waren und Geräte nicht nur eine eigene Identität in Form eines Codes erhalten, sondern auch Zustände erfassen und Aktionen ausführen können.


Der Begriff Internet of Things wurde als erstes im Jahr 1999 von Kevin Ashton, der Mitgründer und damaliger Leiter des Auto-ID Center am Massachusetts Institute of Technology (MIT), verwendet. Nach Ashtons Vision sollten Computer fähig sein, unabhängig von Menschen Informationen beschaffen und auszutauschen können. Computer sollen die reale Welt begreifen, auch ohne von einem Mensch bedient zu werden. Dadurch würden Kosten eingespart, denn die menschlichen Kapazitäten sind begrenzt. Durch die selbstständige Kommunikation der Objekte kann sich der Mensch auf andere Tätigkeiten konzentrieren.

Bei weiterer Recherche stiessen wir auf YouTube auf das folgende Video, in welchem das Internet der Dinge und mögliche Geschäftsideen in diesem Bereich präsentiert werden:


In Zukunft wird gemäss dem McKinsey Global Institute bis im Jahr 2025 einen jährlichen Wirtschaftsbeitrag von $2.7 bis $ 6.2 Billionen US Dollar erzielen. Die Bedeutung des Internet der Dinge wird also laufend zunehmen.

Weiter entdeckten wir eine spannende Liste über 15 praktische Produkte für die Automatisierung des Alltags. Die Liste wurde von t3n.de publiziert und wir präsentieren hier die 15 Produkte:

1. Flic: Der smarte Button
2. BeON: Automatische Lichtsteuerung für mehr Sicherheit
3. Internet der Dinge: Smarte Beleuchtungssysteme wie Philips Hue & Co.
4. Tado Heating & Cooling: Immer die richtige Temperatur
5. Amazon Echo: Das Smart Home per Sprache steuern
6. Point sittet die eigenen vier Wände
7. Wink Relay: Schicke Steuerung statt Standard-Schalter
8. Ninja Sphere: Alle Smart-Home-Devices im Blick
9. EO1S: Für mehr Abwechslung an der Wand
10. Noke: Das Vorhängeschloss per Bluetooth öffnen
11. Vocca: „Licht aus!“
12. Edyn: Auch der Garten wird smart
13. Das smarte Türschloss
14. Duet: Nie wieder das Smartphone vergessen
15. Tile: Nie wieder Gegenstände verlieren

Wer mehr über die 15 Produkte erfahren möchte, findet eine ausführliche Beschreibung unter diesem Link.

Wir empfehlen zu diesem Thema ebenfalls die Lektüre der Blogeinträge unserer Kommilitonen +Denis Baeriswyl & +Remo Henze (DigitalExperts) sowie +Lorenz Käsermann & +Lars Patrick Kolb (BlogSpotters).

Pascal Gafner & Daniel Gygax

Montag, 1. Dezember 2014

Mehr Umsatz mit Pinterest



Dass soziale Netzewerke gute Voraussetzungen für Werbezwecke und einen entsprechenden Einfluss auf den Umsatz von Unternehmen haben können, daran zweifelt heute keiner mehr. In diesem Post wollen wir ein soziales Netzwerk betrachten, welches einige Unternehmen bereits erfolgreich nutzen. Die Rede ist von Pinterest.

Pinterest ist derzeitig eines der am schnellsten wachsenden sozialen Netzwerken. Es ermöglicht dem Nutzer, Bilderkollektionen zu erstellen. Pinterest unterscheidet sich insofern von Facebook, Instagram und Co., als der Nutzer die Möglichkeit hat, Bilder, welche bereits im Netz hochgeladen sind, aufzugreifen, mit eigenen Worten zu beschreiben und in Ordnern, sogenannten Boards, abzuspeichern. Die Bilder sollen dann einen Einblick in die Hobbys, Interessen und Vorlieben des Users bieten.



Die Bilder – auf Pinterest auch Pins genannt – sind dann mit der Website, woher sie ursprünglich stammen, verlinkt, was das Ganze entsprechend aus einem lukrativen Blickwinkel interessant macht.

Sony, der japanische Elektronikriese, hat den Trend erkannt und weiss das soziale Netzwerk zu nutzen. “ Pinterest ist deswegen ein wichtiges Vertriebsmittel für uns, weil es uns hilft, unsere Community in den sozialen Medien auszubauen. Über unsere Pinterest-Seite können wir mit einem Lifestyle-orientierten Publikum interagieren, die Botschaft der Marke wunderbar in Bildern kommunizieren und, was das Tollste ist, die Besucherzahlen auf unserer Website, und damit auch die Vertriebszahlen, in die Höhe treiben“, so Callan Green, Social Media Spezialistin bei Sony. Die Unternehmung hat mehrere Pinnwände erstellt. Einige stellen die Produkte in den Vordergrund, andere hingegen zeigen beispielsweise Fotos, welche mit Sony-Produkten aufgenommen wurden, oder Tiere, die mit den Sony-Produkten spielen. 





Da immerhin 80 % der Pinterest-Nutzer weiblich sind, wird die vorwiegend feminine Zielgruppe von Unternehmen aus der Mode- und Lifestyle Branche angesprochen. Das ELLE Magazine, ein international führendes Modemagazin, verwendet beispielsweise u. a. den Ansatz des Live-Pinnens: Fotos werden direkt auf Modeschauen in Paris, New York usw. geschossen und auf den Pinnwänden geteilt. „ELLE.com nutzt Pinterest, um die ganze Bandbreite und Tiefe seiner prächtigen Bilder einem sehr großen neuen Publikum vorzustellen,“ berichtet der Social Media Chef von ELLE, Brian Madden.

Auch Four Seasons Hotels and Resorts weiss sich mit Pinterest zu verhelfen. Die internationale Hotelkette verzeichnet gemäss Pinterest einen unglaublichen jährlichen Anstieg von 1700 % der Klicks von Pinterest aus auf die Four Seasons Website. Dahinter steckt jedoch auch eine Menge Arbeit. So wurden für über 80 Hotels und Resorts auf der Welt eigene Pinnwände erstellt, welche aktiv betrieben werden müssen.

Einige Tipps beim Erstellen eines Pinterest Kontos für das eigene Unternehmen gibt es hier.

Daniel Gygax & Pascal Gafner